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Aufbau eines 2,1 L Typ 1 Käfer Motors

Am Anfang stand die Wahl des Motors für mein 58er Käfer Cabrio. Einen Typ 4 Motor wollte ich dem alten Käfer nicht einbauen. Wäre doch Stilbruch. Also habe ich mich für einen getunten Typ 1 Motor entschieden. Dieser Motor sollte auf Haltbarkeit und Laufkultur gebaut werden. Also muss die Leistung aus dem Hubraum kommen. Der Durchmesser der Kolben und Zylinder ist aus Haltbarkeitsgründen max. auf 90,5 mm begrenzt. Um eine maximale Leistungsausbeute zu bekommen, habe ich mich für eine 82er Kurbelwelle mit Gegengewichten Von CSP entschieden. Damit der Motor eine besonders ruhige Laufkultur bekommt, wird eine Eagle E222 Nockenwelle verbaut. Diese Nockenwelle ist gegenüber einer Serienwelle nur sehr leicht modifiziert. Die Zylinderköpfe wurden nicht verändert um die Haltbarkeit des Motors nicht zu beinträchtigen. 

Die Gemischaufbereitung wird durch eine Richert Zweivergaseranlage erzeugt. Diese ist absolut nostalgisch und das einzige sinnvolle für die Serienköpfe um überhaupt eine Leistungssteigerung mit angemessenen Verbrauch zu erwirken. Um auch bei der Abgasanlage möglichst original zu bleiben, habe ich mich für eine Serienstyle Auspuff der Fa. Memminger entschieden.

Das Gehäuse wurde auf Fullflow umgebaut, damit das Öl direkt von der Ölpumpe zum Ölfilter und über einen Thermostat zu dem Frontölkühler gelangt. Das gekühlte Öl gelangt so direkt zu den Lagerstellen und nicht erst wenn der Öldruck Kolben öffnet. Der originale Ölkühler ist ebenfalls verbaut, damit der Motor im Lehrlauf , wie z.B. im Stau, nicht heiß läuft. Die Temperatur des Motors geht auch bei höheren Geschwindigkeiten nicht über 90°C hinaus. Bei 100 - 120 km/h hält sich die Temperatur konstant bei 80°C.

Gereinigtes und vermessendes Gehäuse Gehäuse aufgebohrt für 90,5 mm und umbau auf Fullflow von der Fa. Kummetat
   
Ausfräsung für die 82er Kurbelwelle mit einem Dremel (Eigenarbeit) Neue Zylinderköpfe von CSP
   
Komplett neuer Kurbeltrieb alle Teile von CSP.  Eingebauter Kurbeltrieb nach der Überprüfung der Freigängigkeit der Kurbelwelle
   
Motorgehäuse ist zusammen. Man kann die bearbeiteten Pleuel sehen, die für die Freigängigkeit der Kurbelwelle angepasst sind. Besorgt bei CSP. Der komplette Rumpfmotor. Bis auf das Gehäuse komplett aus Neuteilen aufgebaut. Kolben und Zylinder stammen von der Fa. Mahle. Diese wurden ebenfalls bei CSP besorgt. Der Rumpfmotor hat an reinen Materialkosten ca. 2900€ verschlungen.
   
Eingebauter kompletter Motor. Motor mit neuer Vergaseranlage

Der Komplette Motor hat ca. 3900€ gekostet. Die Riechert Zweivergaseranlage als komplett überholte Anlage kostete 250€. Der Auspuff kostete 384€. Wenn der Wagen fertig ist, kommt er auf den Prüfstand. Mal sehen welche Leistung sich dort ergibt.

Nach den ersten Tests und bedüsen der Vergaser stellte sich raus, dass die Stößelschutzrohre zu kurz waren. Sie wurden dann gegen verstellbare CSP Aluminium Schutzrohre für 139€ getauscht. Die als überholte Zweivergaseranlage erwies sich leider als schlecht instandgesetzt. Sie wurde gegen eine komplett neue Anlage (NOS) für 900€ getauscht. Nach dem Eindüsen bei der Fa. Wünsch erbrachte der Motor ca. 95 PS. Die Kosten für diesen Motor lagen ca. bei 4500€.

                                              Motorsound im Leerlauf

Der Motorsound kommt nur mit guten Boxen rüber. Also nicht mit Standard Notebookboxen